Reisereportagen
Südafrika

  • atemberaubende Nationalparks
  • spektakuläre Küstenstrassen
Loisirs

2011
Mietwagen-Rundreisen am südlichsten Ende Afrikas
Südafrika lässt sich sehr einfach mit einem Mietwagen auf eigene Faust erkunden.

Mit einer Fläche von rund 1,22 Mio. km2 und einer Küstenlänge von über 3000 km ist Südafrika 30 Mal grösser als die Schweiz. Angrenzend an die Länder Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Swasiland und Lesotho nimmt Südafrika eine dominante Stellung auf dem südlichen Teil des afrikanischen Kontinents ein.

Land für Autofahrer

Ähnlich wie die USA, Kanada oder Australien ist Südafrika ein Land, das sich ausgezeichnet als Selbstfahrer-Destination eignet. Das Strassennetz umfasst über 360’000 Kilometer, davon rund 6000 Kilometer Autobahn. Die meisten Strassen in Südafrika lassen sich mit einem normalen Personenwagen perfekt befahren. Wie in allen ehemaligen englischen Kolonien wird auf der linken Seite der Fahrbahn gefahren. Das Tankstellennetz ist relativ dicht, jedoch können in dünn besiedelten Gebieten die Abstände zwischen Tankstellen recht gross sein.

Parkieren auf südafrikanische Art

Parkplätze sind – gerade während der Geschäftszeiten – in den Städten nicht immer einfach zu finden. Am besten steuert man eines der Parkhäuser an. Eine Spezialität, beispielsweise in Kapstadt, sind die Personen, die am Strassenrand heftig winken und die Autofahrer in einen freien Parkplatz einweisen. Diese Personen bewachen die Autos im entsprechenden Strassenabschnitt normalerweise, und nach Rückkehr zum Wagen sollte man ihnen ein Trinkgeld von einigen Rand geben.
Ruhiger geht es ausserhalb der Städte zu. Nachts gibt es einige Sicherheitsvorkehrungen, die man als Autofahrer beachten sollte. Ausserhalb geschlossener Ortschaften sollte man nur anhalten, wenn es unbedingt nötig ist. Auch auf Autobahnen bedarf es sehr hoher Aufmerksamkeit, weil viele Autos und vor allem Mini-Busse, die als Sammeltaxis unterwegs sind, über kein oder nur ungenügendes Licht verfügen. Teilweise, zum Beispiel zwischen Kapstadt und der Weinregion, führen die Autobahnen mitten durch die Homelands. Dort muss speziell auf Personen und Tiere geachtet werden, welche die Fahrbahn auf ziemlich gefährliche Art und Weise überqueren. Ansonsten gestalten sich Autofahrten in Südafrika problemlos.

Tagesausflüge mit dem Auto

Nicht nur auf Rundreisen eignet sich ein Mietwagen. Wer ein paar Tage in Kapstadt verbringt, ist mit einem Auto sehr mobil und kann so ausgezeichnet Tagesausflüge unternehmen. Klassiker sind sicher Fahrten zum Cape Point oder ins Weingebiet rund um Stellenbosch, Paarl und Franschhoek. Aber auch ein Ausflug ins Küstengebiet östlich von Kapstadt bietet viele einmalige Eindrücke. Dort schlängelt sich auch eine der spektakulärsten Küstenstrassen der Welt dem Meer entlang, der Chapman’s Peak Drive – eine Mautstrasse, die 2004 wieder eröffnet wurde. Noch weiter östlich befindet sich das Städtchen Hermanus, wo man zwischen Juni und Oktober vom Ufer aus zahlreiche Wale beobachten kann.
Organisierte, individuelle Mietwagen-Rundreisen mit reservierten Unterkünften hat jeder Reiseveranstalter im Angebot – eine ausgezeichnete Art, das Land zu bereisen. Einer der Klassiker ist die Reise auf der Garden Route von Port Elizabeth nach Kapstadt.

Die blühende Wüste

Weniger bekannt, aber im südafrikanischen Frühling nicht minder lohnenswert ist eine mehrtägige Reise von Kapstadt Richtung Norden ins Namaqualand. Zwischen August und Mitte September verwandelt sich die karge Wüste in ein riesiges Blumenmeer. Der genaue Zeitpunkt variiert und hängt nicht zuletzt von den Niederschlägen ab. Praktisch über Nacht kann eine kahle Ebene zum faszinierenden Blütenbeet werden. Am besten erkundigt man sich in den Hotels, wo zurzeit gerade die schönsten Blumen zu sehen sind – von Tag zu Tag kann sich die Situation verändern. Zudem gibt es eine «Flower Hotline»: +27 (0)21 418 37 05. Im Namaqualand gibt es ausserdem Wasserfälle, Nationalparks, Berglandschaften oder ganze «Wälder» von Aloe-Bäumen zu bestaunen.

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