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Alkohol, Drogen, Medikamente, übersetzte Geschwindigkeit, Müdigkeit … der Ursachen von Verkehrsunfällen, manchmal miteinander verknüpft, sind viele. Wussten Sie, dass unangepasste Geschwindigkeit in der Schweiz die häufigste Ursache für tödliche Unfälle ist? Dass an zweiter Stelle Unaufmerksamkeit steht und an dritter der körperliche Zustand des Fahrers? Ein kurzer Überblick über die Gefahren am Steuer.
Übersetzte Geschwindigkeit
Skooter, Motorrad, Auto, alle verfügbaren Fahrzeuge werden immer leistungsfähiger und schneller. Doch vor allem das Verhalten gewisser Jugendlicher macht sie gefährlich. Der Wunsch, schneller zu sein, die Freude am Risiko, mangelnde Erfahrung, das Bestreben, Grenzen auszuloten oder auch das Streben nach Anerkennung und Zugehörigkeit zu einer Gruppe veranlassen Jugendliche zu übersetzter Geschwindigkeit. Aber die Jungen sind nicht allein betroffen; Männer neigen generell dazu, schneller zu fahren als Frauen und in Einzelfällen vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeiten zu überschreiten. Zu beachten, dass unser Blick mit zunehmender Geschwindigkeit weiter nach vorne wandert und wir die Seiten weniger beachten; Fussgänger, Radfahrer, Autos und andere Fahrzeuge am Strassenrand weniger deutlich wahrgenommen. Gefahren werden weniger klar erkannt, die Unfallgefahr nimmt zu.
Unaufmerksamkeit und Ablenkungen
Wie ist es zu erklären, dass Unaufmerksamkeit und Ablenkungen in unserem Land die zweithäufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle bilden? Der Gründe sind viele, aber mangelnde Erfahrung, Ablenkung durch ein mitgeführtes Tier, das Radio oder auch Gespräche mit Beifahrern führen die Liste für mangelnde Aufmerksamkeit des Fahrers an. Anzuführen bei den häufigen Gründen für Unaufmerksamkeit sind ferner Unsicherheit über den richtigen Weg, sowie Telefongespräche und SMS.
Alkohol
Gründe, um zu trinken, gibt es genug: eine fröhliche Runde mit Freunden und Kollegen, in einer Disco, an der Bar oder bei sich zuhause – doch Alkohol und Steuer vertragen sich nicht. In der Schweiz ist ein Blutalkoholgehalt von 0,5 Promille erlaubt; doch bereits 0,2 Promille verringern die Fahrtüchtigkeit, wie wir wissen. Zudem verstärkt Alkohol die Wirkung von Müdigkeit, Drogen und gewissen Medikamenten. Jedes Jahr sind zahlreiche tödliche Verkehrsunfälle auf Alkoholgenuss zurückzuführen. Dagegen gibt es nur ein Heilmittel: „Wer trinkt, fährt nicht; wer fährt, trinkt nicht!“
Drogen
Man kann es nicht genug wiederholen: Drogen sind nicht harmlos, ganz im Gegenteil. Sie sind alle mit einem Platz am Steuer oder Lenker irgendeines Fahrzeuges - Velo, Skooter oder Auto - unvereinbar. Der Genuss von Cannabis (Marihuana, Hanf) stellt insbesondere für die 18 bis 24jährigen eine Gefahr dar. Oft zusammen mit Alkohol eingenommen steigert diese Droge erheblich das Risiko, Unfälle zu verursachen; auch wenn die Wirkungen dieser Droge nicht mehr fühlbar sind, so ist doch der Wirkstoff des Cannabis, THC, im Blut noch nachweisbar und beeinflusst also auch noch das Verhalten des Konsumenten. Andere Drogen wie Kokain, Amphetamine (z.B. Ecstasy) usw. verändern alle ebenfalls die Wahrnehmung, gerade auch am Steuer.
Die Einnahme von Drogen, Alkohol oder gewisser Medikamente bildet die dritte Ursache für tödliche Verkehrsunfälle auf Schweizer Strassen, nach der unangepassten Geschwindigkeit und Ablenkungen. Die völlige Enthaltsamkeit ist daher zwingend.
Medikamente
Die Einnahme von Medikamenten kann in bestimmten Fällen die Wahrnehmung verändern, alle Fähigkeiten mindern und Schläfrigkeit bewirken. Zusammen mit Alkohol, auch mit nur wenig, können Medikamente zu einem gefährlichen Cocktail führen und riskantes Verhalten im Strassenverkehr auslösen. Auch enthalten gewisse Medikamente psychoaktive Substanzen, die ähnlich wie Drogen wirken. Man sollte daher seinen Arzt fragen, ob man bei Einnahme solcher Medikamente fahren kann.
Ermüdung
Müdigkeit wird oft zu wenig beachtet, wenn es gilt, sich ans Steuer zu setzen. Und doch, wenn man müde wird, kann man nicht dagegen ankämpfen; Nacken und Schultern versteifen sich, der Rücken beginnt zu schmerzen, die Augen fallen zu, man gähnt: alles Anzeichen, die nicht missachtet werden sollten.

Immerhin können aber Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden, um eine Ermüdung am Steuer zu vermeiden:
  • Schlafmangel vermeiden, vor allem vor langen Fahrten
  • Alkohol verbannen
  • Keine schlaffördernde Medikamente oder unerlaubte Mittel einnehmen
  • Schwere Mahlzeiten vermeiden; deren Verdauung wirkt ebenfalls ermüdend
  • Einen kurzen Halt oder einen „Turboschlaf“ einschieben, wenn man sich müde fühlt
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Tel.:
022 417 23 90
Fax:
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