| In einem weiteren Test wurden die mit dem Treibstoff der Fahrzeuge gespeiste Heizungen untersucht, die vergleichbare Leistungen zeigten. Die vier Modelle von Webasto und Eberspächer erhielten alle ein «empfehlenswert» obwohl sich die Produkte von Webasto leicht absetzen konnten. Im Übrigen konnte ein Test die Werbeversprechen nicht bestätigen, dass die Standheizungen den anfänglichen Mehrverbrauch durch eine schnellere Erwärmung des Motors kompensieren. Ein nicht vorgewärmtes Autoverbrauchte auf dem Normzyklus (11 km) 0,81 l Benzin. Das gleiche Fahrzeug, aber vorgewärmt, verbrauchte 0,71 l. Zu dieser Menge kommen aber noch die 0,28 l hinzu, welche die Standheizung (25 min) benötigte. Das ergibt in der Schlussabrechnung einen Mehrverbrauch von 0,2 l. Dieses mässige Resultat erklärt sich vor allem dadurch, dass moderne Fahrzeuge eine sehr kurze Warmlaufphase haben. Bei gleichen Bedingungen (–7 Grad) produziert eine Standheizung nur geringe CO und HC-Emissionen. Allerdings haben sich die NOx-Emissionen im Fahrzyklus des Autos praktisch verdoppelt. Bei der Dieselversion stiegen die Partikelemissionen an. Die elektrische Heizung DEFA hat einen deutlich besseren Einfluss auf Emissionen und Verbrauch. Dieselfahrzeuge können übrigens mit einem sehr günstigen Aufrüstkit ihre Zuheizer zu Standheizungen aufrüsten.
Text: MOH/TCS B+B Fotos: Tobias Gerber |